Liebe Bürger,
nach der Genehmigung der Niederschrift kam als erstes die Jugendarbeit in der Gemeinde mit Weiterentwicklung zur Gemeindejugendpflege und Neuausrichtung der offenen Jugendarbeit. Der Jugendtreff ist seit mehreren Monaten zu. Das Durchschnittsalter war über 20 Jahre und durchschnittlich nahmen das Angebot 5-7 Personen nur noch teil. Deshalb wurde die Diakonie zur Abgabe eines neuen Konzepts aufgefordert. Als erstes referierte ein Vertreter des Kreisjugendamtes.
Er gab einen kurzen Überblick über die gesetzlichen Rahmenbedingungen. In Paragraph 11 des Kinder- und Jugendhilfegesetz ist die hauptberufliche Jugendarbeit geregelt. Die Gemeinde ist zuständig im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit. Viel Jugendarbeit geschieht außerdem in den Vereinen.
Offene Angebote, Projekte, Unterstützung und Beratung kennzeichnet offene Jugendarbeit. Die Gemeindejugendpflege soll Rahmenbedingungen fördern und Netzwerke auch mit den Vereinen aufbauen. Im Landkreis gibt es 26 Jugendtreffs. Für Feldkirchen gibt es eine förderwürdige Stelle, die mit einem Drittel bezuschußt wird.
Die Diakonie stellte daraufhin die Potenziale und Perspektiven für Feldkirchen-W. vor.
Bedarfsorientierte Angebote stärken die Bindung junger Menschen an ihren Heimatort.
Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Angebote, Vernetzung und Zusammenarbeit sind die Kernpunkte des Konzeptes.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 66769,06 € für offene Jugendarbeit ausgegeben. Davon bezuschusste das Landratsamt 24.036,86 €. Für die Gemeinde verblieben 42732,20 €.
Die Diakonie stellte für 2027 folgenden Haushaltsplan vor:
Gesamtausgaben 101450,61 €, abzüglich Zuschuss durch das Landratsamt 31045,45€ verbleiben bei der Gemeinde 70405,16€.
GR Bergmüller kritisierte die bisherige Jugendarbeit und vermisst, dass nicht früher die Jugendpflege vorgeschlagen wurde. Der Jugendtreff ist schon seit ein paar Jahren nicht förderlich für die Jugendarbeit. Er forderte mehr Streetworker für Brennpunkte.
GR Zeddies lobte die Jugendarbeit der Vereine.
GR Speer berichtete als Lehrer, dass die Jugendsozialarbeit in der Schule voll überlastet ist.
19,5 Stunden sind mindestens notwendig, um die Drittelförderung vom Landratsamt zu bekommen.
GR Michael Weber hob noch einmal die Effizienz der Jugendvereinsarbeit im Vergleich zur offenen Jugendarbeit hervor.
GR Bergmüller beantragte die Vertagung, um in den Fraktionen dies zu besprechen.
Dem Antrag wurde mit 6 zu 5 statt gegeben.
Der Werbering Mangfalltal e. V. beantragte die Defizitübernahme für den Christkindlmarktes.
Er findet bis zur Fertigstellung des neuen Dorfplatzes im Pfarrhof statt.
Der Weihnachtsmarkt ist ein wichtiger Eckpfeiler des Dorflebens.
Durch stetige Kostensteigerungen wurden schon seit einigen Jahren Zuschüsse der Gemeinde in Höhe von 7500 € geleistet. Jetzt sollen maximale Kosten bis 15000 € übernommen werden. Dies ist im Vergleich zu den anderen Gemeinden ein sehr geringer Betrag.
GR Meixner fragte nach der Beteiligung der Feldkirchner Betriebe. Michael Weber sen. sagte, dass 80 % einheimische Betriebe sich beteiligen. Er führte weiter aus, dass der Standort im Pfarrhof deutliche Mehrkosten verursacht, da Meixner eine Deckelung auf 12000 € forderte. Er verwies auch auf die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung, das Geschäftsnetzwerk und die Azubiakademie als Dienstleistungen für die Gesellschaft.
15000 € wurden mit 7 zu 4 Stimmen genehmigt.
Der Antrag von GR Zeddies, dass der Werbering messbare Bemühungen für Gewerbeansiedelungen macht, wurde mit 10 zu 1 Stimmen abgelehnt.
Die Laufzeit bis 2028 wurde einstimmig genehmigt.
Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung wurde über Büchereigebühren zum 1.1.27 diskutiert. Dazu müsste eine Gebührensatzung erlassen werden.
Die Kämmerei legte eine Schätzung der Einnahmen vor. Es sind 9170 € an Einnahmen zu erwarten. Für 2025 waren bei 2075 aktiven Lesenden 395 Leser über 18 Jahre alt. Einzelmitgliedschaften kosten 20 € im Jahr, 127 Familienmitgliedschaften kosten pro Familie 30 €.
Bürgermeister Zistl schlug 24€ für die Einzelmitgliedschaft und 36 für die Familienmitgliedschaft vor. Dies wurde einstimmig angenommen.
GR Lamminger schlug vor, für sozial Schwache eine Ermäßigung einzuführen.
Die Kämmerei warnte vor den gewaltigen Verwaltungskosten bei diesen geringen Beträgen. Gegen zwei Stimmen der Grünen wurde dieser Antrag abgelehnt.
GR Speer schlug vor, die Überziehungskosten zu erhöhen, was in die Satzung eingearbeitet wird.
Alle angemeldeten Kinder konnten im neuen Kindergartenjahr 26/27 untergebracht werden. Diese Leistung ist umso mehr zu würdigen, da die Kindergartenleitungen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung auf sechs Stellen verzichteten.
Insgesamt sind 604 Plätze zur Verfügung, wobei 591 Plätze belegt sind.
Die Geschäftsstellenleiterin referierte über die Reform des BAYKiBiG. Sie berichtete über die Auswirkungen auf die Gemeinde und die Beiträge der Eltern ab 1.1.27. Die Bayerische Staatsregierung hat die 100 € Entlastungsbeitrag pro Kind pro Monat gestrichen. Dafür bekommt die Gemeinde einen Zuschuss für den Betrieb. Der Kindergartenbetrieb kostet die Gemeinde pro Jahr 4,13 Millionen und damit 8013 € pro Kind. Die Gemeinde kann sich die Übernahme des Entlastungsbetrages zur Zeit überhaupt nicht leisten. GR Bergmüller und selbst MdL verwies auf die Entscheidung der Staatsregierung, den 100 € Entlastungsbetrag zu streichen. Die Gemeinde darf sich nicht den Schwarzen Peter zuschieben lassen.
Die Gemeinde beschloss die Gebührensatzung ohne den Entlastungsbetrag zu erheben. Der Beschluss erfolgte mit 7 zu 4 Stimmen.
Die Gemeinde bekommt über verschieden Kanäle etwa 1,4 Millionen an Zuschüssen für den Betrieb.